Florstadt 10/2026 November 2026
Das Monatsjournal Florstadt • Erd-, Feuer- und Seebestattungen • Waldbestattungen • Überführungen • Erledigung aller Formalitäten • Gesamtorganisation Tag und Nacht für Sie zu erreichen. Auch an Sonn- und Feiertagen. 61197 Florstadt | Niddastraße 9 | Tel.: 06035 / 9671010 info@bestattungsinstitut-winter.de | www.bestattungen-winter.net FLORSTÄDTER BESTATTUNGSHAUS Wir beraten Sie zum Thema Bestattungs- vorsorge. Entlasten Sie sich und Ihre Angehörigen. ABSCHIED OHNE SORGEN! FINANZIELLE Winter & Sohn Jahrgang 11 Nummer 10 November 2026 Verbindung aus Leidenscha� Ihr Immobilienmakler im Rhein-Main-Gebiet Fritzel Immobilien GmbH Altenstädter Straße 23 61197 Florstadt E-Mail: info@fritzel-immo.de www.fritzel-immo.de Tel.: 06035 9171227 Kostenlose Bewertung von Immobilien • Vermietung • Verkauf Das kostenlose Monatsjournal für alle Stadtteile Florstadts www.monatsjournal.de Florstadt Weedgasse 20 61197 Florstadt info@lenz-dach.de www.lenz-dach.de 01575 5671200 Alles rund ums Dach Tel.: 06039 484994 • info@boxenstop.com • Industriestraße 16 • 61148 Karben Es gibt Menschen, die brau- chen nur einen Blick, um andere vollständig zu durch- schauen. Kleidung, Frisur, Auto, Lieblingsfarbe – fertig ist die Persönlichkeitsanaly- se. Kostenlos, ungefragt und meistens mit einer erstaunli- chen Selbstsicherheit vorge- tragen. Nehmen wir Lila. Angeblich die Farbe der sexuell unbefrie- digten Frau. Ein Klischee, das sich seit Jahrzehnten hartnä- ckig hält. Warum auch immer. Vielleicht hat irgendwann eine unzufriedene Frau einen lilafar- benen Pullover getragen und jemand hielt das für eine wis- senschaftliche Entdeckung. Schon seit Generationen kur- siert der Spruch „Lila – der letzte Versuch“. Gemeint wa- ren Frauen, die angeblich noch einmal Männer beeindrucken wollten. Später wurde Lila zur Farbe der Emanzipation. Und irgendwann machte man da- raus die sexuell unbefriedigte Frau. Offenbar hat die Ge- sellschaft über Generationen hinweg intensiv über Frauen in lila Kleidung nachgedacht. Nur auf die Idee, sie könnten die Farbe einfach schön fin- den, ist man erstaunlich selten gekommen. Was bedeutet das eigentlich für Männer in lila Hemden? Und was ist mit Men- schen, die ihre Wohnung in die- ser Farbe strei- chen? Besteht da akuter Hand- lungsbedarf? Vermutlich nicht. Aber wir Men- schen lieben solche Erklä- rungen. Sie sind herrlich einfach und ersparen uns die Mühe, jemanden tat- Schubladendenken – passt schon! sächlich kennenzulernen. Ein Mann fährt einen großen Sportwagen? Ganz klar, der muss etwas kompensieren. Eine Frau trägt Leoparden- muster? Vorsicht, tempera- mentvoll! Jemand hat fünf Katzen? Bestimmt einsam. Und wer morgens um sechs freiwillig joggen geht, hat ent- weder sein Leben im Griff oder ein ernsthaftes Problem. Und dann gibt es noch den Golfplatz. Dort gelten offenbar völlig eigene modische Natur- gesetze. Männer, die im Alltag niemals freiwillig eine knallrote Hose mit einem quietschgrü- nen Poloshirt kombinieren würden, laufen plötzlich herum wie ein Papagei auf Betriebs- ausflug. Und das Erstaunliche: Alle finden es völlig normal. Manche sogar ausgesprochen schick. Wahrscheinlich muss man nur einen Golfschläger in der Hand halten, damit aus ei- ner Geschmacksverirrung ein sportliches Outfit wird. Besonders interessant wird es, wenn Menschen neu in eine bestehende Gemein- schaft kommen. Im Verein, am Arbeitsplatz, auf demGolfplatz oder im Freundeskreis. Kaum hat jemand dreimal den Raum betreten, steht die erste Cha- rakteranalyse. „Die ist irgendwie falsch.“ Aha. Und woran erkennt man das? „Das merkt man doch.“ Natürlich. Eine wissenschaft- lich absolut wasserdichte Be- gründung. Noch schöner ist der Satz: „Ich will ja nichts gegen sie sagen, aber …“ Was danach kommt, ist er- staunlicherweise selten ein Kompliment. Eigentlich müss- te man diesen Satz gesetzlich als Einleitung zur üblen Nach- rede anerkennen. Immerhin wird die Absicht freundli- cherweise gleich mitgeliefert. Dabei ist es faszinierend, wie unterschiedlich ein und das- selbe Verhalten bewertet wird. Ist jemand freundlich, will er sich einschmeicheln. Ist er zurückhaltend, hält er sich für etwas Besseres. Redet er viel, sucht er Aufmerksamkeit. Re- det er wenig, hat er offenbar etwas zu verbergen. Die Kunst besteht darin, sich genau richtig zu verhalten. Wie das geht, weiß allerdings nie- mand. Außer denjenigen, die gerade über einen urteilen. Kinder sind da wenigstens noch ehrlich. „Der ist doof.“ „Warum?“ „Weil er meinen Ball genom- men hat.“ Immerhin. Ein konkreter Vor- wurf. Bei Erwachsenen hätte man vermutlich zunächst drei WhatsApp-Gruppen gegrün- det, um die charakterlichen Auffälligkeiten des Ballbesit- zers zu analysieren. Überhaupt sind WhatsApp- Gruppen inzwischen ein hervorragendes Instrument zur Meinungsbildung. Einer schreibt: „Kommt euch der auch komisch vor?“ Und schon beginnt eine Diskussi- on, an deren Ende jemand, der eigentlich nur etwas stiller war, vermutlich als international gesuchter Hochstapler durch- geht. Besonders beliebt sind auch Menschen, die grundsätzlich alles besser wissen. Die er- kennen schon am Gesichts- ausdruck, ob jemand ehrlich ist. Am Händedruck, ob er zuverlässig ist. Und an der Art, wie jemand sein Handy hält, wahrscheinlich sogar dessen Steuerklasse. Erstaunlich, dass solche Men- schen noch nicht bei der Krimi- nalpolizei arbeiten. Vermutlich wären sämtliche Fälle nach einem kurzen Blick auf die Ver- dächtigen gelöst. Man könnte sich sämtliche ... Fortsetzung auf Seite 2 Highlights: - Horoskop ... S. 2 - Gewinnspiele ... S. 3 und 6 - Sternecke ... S. 5 - Blaulichtecke ... S. 7 - Veranstaltungskalender ... S. 7 - Zuhause gesucht ... S. 8
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