Niddatal 1/2026 Februar 2026
M erkur ist im Februar kurzzei- tig am Abend zu sehen. Ab dem 8. Februar kann der Planet in der Abenddämmerung knapp über dem Südwesthorizont entdeckt werden. Er erscheint dort relativ hell und lässt sich mit etwas Geduld gut ausma- chen. In den folgenden Tagen geht Merkur immer später un- ter, bleibt aber wegen der hel- len Dämmerung dennoch nur schwer zu beobachten. Am 19. Februar erreicht Mer- kur seine größte scheinbare Entfernung von der Sonne am Abendhimmel. An diesem Tag zeigt er sich im Teleskop halb beleuchtet. Danach wird seine sichtbare Sichel immer sch- maler. Schon ab der zweiten Monatshälfte verschlechtern sich die Beobachtungsbedin- gungen deutlich, weil Merkur immer näher an die Sonne rückt und im hellen Abend- himmel untergeht. V enus steht im Februar noch re- lativ nah bei der Sonne und wird deshalb erst langsam wieder am Abendhimmel sichtbar. Nach der Monatsmitte taucht sie allmählich in der Abend- dämmerung auf und geht von Tag zu Tag etwas später unter. Zunächst ist sie nur etwa eine halbe Stunde lang zu sehen und noch kein besonders auf- fälliger Himmelskörper. M ars steht im Februar weiter- hin sehr nahe bei der Son- ne und ist deshalb nicht am Nachthimmel zu beobachten. Der rote Planet hält sich am Taghimmel auf und bleibt für Beobachtungen praktisch un- sichtbar. J upiter ist im Februar weiter- hin sehr gut am Nachthimmel zu sehen und bleibt ein auffälliger Blickfang. Der Riesenplanet steht abends bereits hoch im Osten und leuchtet dort deut- lich sichtbar. Im Laufe des Monats geht er jedoch immer früher unter und zieht sich langsam vom Morgenhimmel zurück. Seine scheinbare Bewegung durch das Sternbild Zwillinge verlangsamt sich zunehmend, sodass er gegen Ende Febru- ar fast stillzustehen scheint. Jupiter bleibt damit weiterhin gut beobachtbar, zeigt aber bereits an, dass seine beste Sichtbarkeitsphase langsam vorübergeht. In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar kommt es zu einer schönen Begegnung zwischen Jupi- ter und dem zunehmenden Mond, die beide gemeinsam am Himmel erscheinen lässt und ein besonders attraktives Himmelsbild bietet. S aturn ist im Fe- bruar noch am Abendhimmel zu sehen, ver- schwindet dort jedoch im Lau- fe des Monats zunehmend. Zu Beginn des Monats lässt sich der Ringplanet am Abend noch gut beobachten, geht aber von Woche zu Woche früher unter und wird dadurch immer schwieriger zu erken- nen. Gegen Monatsende ist Saturn kaum noch sichtbar und zieht sich endgültig vom Abendhimmel zurück. U ranus beendet im Februar sei- ne rückläufige Bewegung und ändert am 4. des Monats im Sternbild Stier seine Richtung. Von diesem Zeitpunkt an zieht er wieder in normaler Bewe- gungsrichtung durch den Tier- kreis und schließt damit seine Oppositionsphase aus dem Vorjahr ab. Im Verlauf des Monats zieht sich Uranus zunehmend aus der zweiten Nachthälfte zu- rück und geht immer früher unter. Dadurch wird er nach Mitternacht bald kaum noch beobachtbar. Die beste Zeit, um ihn zu sehen, liegt deshalb in den Abendstunden, wenn er noch relativ hoch am Him- mel steht. N eptun ist im Februar kaum noch am Abendhimmel zu beobachten. Zu Monats- beginn geht er bereits relativ früh unter und ist nur noch mit sehr guter Ausrüstung und viel Erfahrung auffindbar. Für die meisten Beobachter ist er praktisch nicht mehr sichtbar. Im weiteren Verlauf des Mo- nats verschlechtern sich die Bedingungen weiter, da Nep- tun immer früher untergeht und sich dem hellen Abend- himmel entzieht. Damit endet seine Beobachtbarkeit für die- se Saison. 5 Die Ecke für Sterngucker Planetenstellungen und Mondphasen für Februar In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 2026 konn- ten Menschen in vielen Teilen Europas ungewöhnlich weit südlich Polarlichter am Him- mel beobachten. Besonders in unserer Region zeigten sich grüne und manchmal rötli- che Leuchterscheinungen, die sonst meist nur in hohen nördlichen Breiten zu sehen sind. Das faszinierende Lichtspiel wurde durch einen starken Sonnensturm ausgelöst. Auf der Sonne war wenige Tage zuvor eine heftige Eruption aufgetreten, bei der große Mengen geladener Teilchen ins All geschleudert wurden. Diese Teilchen erreichten die Erde und stießen dort auf das Magnetfeld. Dabei wur- de Energie in die Atmosphäre übertragen, die Luftmoleküle zum Leuchten brachte – die Nordlichter. Dieses Zusam- mentreffen von Sonnenwind und Erdatmosphäre nennt man einen geomagnetischen Sturm. Normalerweise sind Polarlich- ter am besten in hohen nörd- lichen Regionen wie Skandi- navien, Alaska oder Kanada zu sehen. Dass sie im Januar 2026 auch über uns sichtbar wurden, ist ungewöhnlich und gehört zu den seltenen Ereig- nissen, die statistisch nur alle paar Jahre auftreten. Polarlichter entstehen allge- mein, wenn energiereiche Teil- chen aus dem Sonnenwind in die Atmosphäre der Erde Nordlichter über Mitteleuropa Ein seltenes Naturerlebnis eindringen und dort Gasmo- leküle anregen, die dann Licht aussenden. Je nach Art der Moleküle und Höhe in der At- mosphäre können die Farben von grün über rot bis violett variieren. Auch wenn das Phänomen lokal nur wenige Minuten bis Stunden sichtbar war, sorgte es für hunderttausende Fotos und Videos in sozialen Medi- en. Für viele Beobachter war es ein einmaliges Naturerleb- nis – und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie dynamisch unser Sonnensystem ist. Aber warum treten Polar- lichter derzeit häufiger auf? Die Sonne durchläuft einen etwa elfjährigen Aktivitätszyk- lus. Aktuell befindet sie sich in einer Phase besonders hoher Aktivität. In dieser Zeit entste- hen häufiger Sonnenflecken, Eruptionen und sogenannte koronale Massenauswürfe. Dabei schleudert die Sonne große Mengen geladener Teil- chen ins All. Treffen diese Teilchen auf das Magnetfeld der Erde, werden sie zu den Polen gelenkt und bringen dort die Atmosphäre zum Leuchten. Je stärker der Sonnensturm, desto weiter können die Polarlichter nach Süden vordringen – manch- mal sogar bis nach Mitteleu- ropa. Deshalb steigen in den kom- menden Monaten und Jah- ren die Chancen, Polarlichter auch in Deutschland zu se- hen. Wie erkennt man Polar- lichter am Himmel? Polarlichter sehen nicht im- mer aus wie auf Fotos. In Wirklichkeit erscheinen sie oft als: • grünliche oder rötliche Schleier • ruhige Lichtbögen • langsam wandernde helle Streifen • manchmal wie milchi- ge Wolken mit leichtem Farbstich Sie bewegen sich meist sanft und verändern ihre Form langsam. Ein gutes Zeichen ist ein dunkler Himmel ohne Stadtlicht. Wie lassen sich Polarlich- ter fotografieren? Schon mit einem Smartpho- ne sind Aufnahmen möglich, besser gelingt es mit einer Kamera: • Nachtmodus oder lange Belichtungszeit nutzen • Stativ oder feste Unterla- ge verwenden • Himmel möglichst dunkel und klar • Kamera ruhig halten Oft zeigt die Kamera die Farben deutlicher als das menschliche Auge. Warum lohnen sich auch verpasste Polarlichter? Polarlichter sind ein sicht- barer Beweis dafür, dass die Erde ständig mit der Sonne verbunden ist. Sie zeigen, dass unser Planet in einem aktiven, dynamischen Son- nensystem lebt – und dass Naturphänomene auch heu- te noch überraschen kön- nen. Wer sie verpasst hat, be- kommt sehr wahrscheinlich bald wieder eine neue Chan- ce. Lederwerkstatt Ilbenstadt Friedberger Str. 24 Schuhmacherei Bergstiefel Motorradstiefel Arbeitsstiefel Vibram Profilböden 35,- bis 60,- € Di. - Fr. 17:30 - 19:30 Uhr Sa. 11:00 - 13:00 Uhr N eumond 17. Februar 19. März E rstes V iertel 26. Januar 24. Februar Mondphasen V ollmond 1. Februar 3. März L etztes V iertel 9. Februar 11. März
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