Wöllstadt 10/2026 November 2026
Wartweg 1 61206 Wöllstadt • Erd-, Feuer-, See- und Waldbestattungen • Überführungen • Übernahme aller Formalitäten • Gesamtorganisation • Bestattungsvorsorge GEMEINSAM DEN LETZTEN WEG BEGLEITEN kontakt@bestattungshaus-heller.de www.bestattungshaus-heller.de IHR BESTATTER IN DER REGION Mobil 0157 73639246 Tel. 06034 / 9397105 TAG & NACHT FÜR SIE ERREICHBAR 2 das Schubladensystem hervor- ragend. Wer anderer Meinung ist, wird zunächst einer be- stimmten Richtung zugeordnet. Anschließend erklärt man ihm, was er angeblich alles denkt, obwohl er davon selbst noch gar nichts wusste. Das spart Zeit. Zuhören ist schließlich anstrengend. Und womöglich müsste man am Ende sogar zugeben, dass der andere in einem Punkt recht hat. Wo kä- men wir denn da hin? Und weil wir gerade im Herbst sind: Die Schubladen werden jetzt besonders gründlich sor- tiert. Wer im November schon Weihnachtsbeleuchtung auf- hängt, hat angeblich die Kont- rolle über sein Leben verloren. Wer bis zum 23. Dezember wartet, ist schlecht organisiert. Die einen freuen sich seit Sep- tember auf Lebkuchen. Die anderen regen sich seit Sep- tember darüber auf, dass sich die einen auf Lebkuchen freuen und die Supermärkte bereits ihre Regale damit vollgestopft haben. Ich persönlich finde das auch viel zu früh. Was mich selbst- verständlich nicht davon ab- hält, trotzdem schon eine Pa- ckung Lebkuchen zu kaufen. Und die Kinder freuen sich über die Schokolollis. Man muss schließlich nicht jede Überzeu- gung bis zum Äußersten vertei- digen. Man kann sich offenbar sogar über die Vorfreude anderer Menschen ärgern. Genauso finde ich, dass jeder seine Weihnachtsdekoration aufhängen dürfen sollte, wann er möchte. Bei mir wird die Be- leuchtung allerdings erst nach dem Totensonntag eingeschal- tet. Man hat ja schließlich Prin- zipien. Zumindest so lange, bis die Kinder fragen, warum beim Nachbarn schon alles leuchtet. Und solange der Nachbar nicht morgens um sechs „Last Christmas“ in Konzertlautstärke abspielt, ist ohne- hin alles in Ord- nung. Wobei ich zugeben muss, dass auch ich meine Schub- laden habe. Wenn jemand im Super- markt mit einem Einkaufswagen quer vor demRegal steht und seelenru- hig telefoniert, halte Schubladendenken – passt schon! Immerhin. Ein konkreter Vor- wurf. Bei Erwachsenen hätte man vermutlich zunächst drei WhatsApp-Gruppen gegrün- det, um die charakterlichen Auffälligkeiten des Ballbesitzers zu analysieren. Überhaupt sind WhatsApp- Gruppen inzwischen ein hervorragendes Instrument zur Meinungsbildung. Einer schreibt: „Kommt euch der auch komisch vor?“ Und schon beginnt eine Diskussion, an de- ren Ende jemand, der eigentlich nur etwas stiller war, vermut- lich als international gesuchter Hochstapler durchgeht. Besonders beliebt sind auch Menschen, die grundsätzlich alles besser wissen. Die erken- nen schon am Gesichtsaus- druck, ob jemand ehrlich ist. Am Händedruck, ob er zuver- lässig ist. Und an der Art, wie jemand sein Handy hält, wahr- scheinlich sogar dessen Steu- erklasse. Erstaunlich, dass solche Men- schen noch nicht bei der Krimi- nalpolizei arbeiten. Vermutlich wären sämtliche Fälle nach einem kurzen Blick auf die Ver- dächtigen gelöst. Man könnte sich sämtliche Be- werbungsgespräche sparen. „Sie tragen Lila? Tut mir leid, die Stelle ist bereits vergeben.“ Natürlich gibt es Menschen, die tatsächlich falsch spielen. Die freundlich lächeln und hin- ter dem Rücken das Gegenteil erzählen. Nur erkennt man sie leider nicht an der Pulloverfar- be. Und auch nicht daran, dass drei andere Menschen sie un- sympathisch finden. Manchmal ist es nämlich gar nicht der Neue, der ein Problem hat. Sondern die Alteingeses- senen, die plötzlich feststellen, dass sich jemand nicht an ihre unsichtbare Sitzordnung hält. Auch in der Politik funktioniert Fortsetzung von Seite 1 ... Besonders interessant wird es, wenn Menschen neu in eine bestehende Gemeinschaft kommen. Im Verein, am Ar- beitsplatz, auf dem Golfplatz oder im Freundeskreis. Kaum hat jemand dreimal den Raum betreten, steht die erste Cha- rakteranalyse. „Die ist irgendwie falsch.“ Aha. Und woran erkennt man das? „Das merkt man doch.“ Natürlich. Eine wissenschaftlich absolut wasserdichte Begrün- dung. Noch schöner ist der Satz: „Ich will ja nichts gegen sie sagen, aber …“ Was danach kommt, ist er- staunlicherweise selten ein Kompliment. Eigentlich müsste man diesen Satz gesetzlich als Einleitung zur üblen Nachrede anerkennen. Immerhin wird die Absicht freundlicherweise gleich mitgeliefert. Dabei ist es faszinierend, wie unterschiedlich ein und dassel- be Verhalten bewertet wird. Ist jemand freundlich, will er sich einschmeicheln. Ist er zurück- haltend, hält er sich für etwas Besseres. Redet er viel, sucht er Aufmerksamkeit. Redet er wenig, hat er offenbar etwas zu verbergen. Die Kunst besteht darin, sich genau richtig zu verhalten. Wie das geht, weiß allerdings nie- mand. Außer denjenigen, die gerade über einen urteilen. Kinder sind da wenigstens noch ehrlich. „Der ist doof.“ „Warum?“ „Weil er meinen Ball genom- men hat.“ ich ihn spontan für einen Men- schen, der grundsätzlich wenig Rücksicht nimmt. Vielleicht rettet er gerade te- lefonisch eine Ehe. Vielleicht organisiert er eine lebenswichti- ge Operation. Vielleicht fragt er aber auch nur, ob noch Butter im Kühlschrank ist. Ich weiß es nicht. Aber meine Meinung steht bereits fest. Das ist ja das Praktische an Vorurteilen: Man braucht er- staunlich wenig Informationen, um erstaunlich überzeugt zu sein. Vielleicht sollten wir uns deshalb gelegentlich daran erinnern, dass Menschen ein bisschen komplizierter sind als ihre Kleidung, ihre Hobbys oder die Meinung anderer. Nicht jeder freundliche Mensch verfolgt einen Plan. Nicht jeder stille Mensch ist arrogant. Nicht jeder mit einem Sportwagen hat ein Problem. Und nicht jede Frau in Lila ist unbefriedigt. Manche mögen einfach die Farbe. Und falls Sie jetzt überlegen, was Ihre Mitmenschen wohl über Sie denken: Machen Sie sich keine Sorgen. Irgendje- mand hat Sie längst in eine Schublade gesteckt. Die gute Nachricht: Sie müssen nicht hineinpassen. Die schlechte: Die anderen wer- den es trotzdem behaupten. Und sollten Sie demnächst ei- nem Mann in knallroter Hose und quietschgrünem Poloshirt begegnen, urteilen Sie bitte nicht vorschnell. Vielleicht ist er einfach nur Gol- fer. Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihr Monatsjournal S teinbock (22.12.-20.01.) Manches entwickelt sich nicht so wie geplant, da jemand seine Versprechungen nicht eingehalten hat. Finden Sie heraus, warum das so ist. W assermann (21.01.-19.02.) Eine ärgerliche An- gelegenheit lässt sich glück- licherweise abschließend klä- ren. Ihre Laune steigt. Machen Sie es sich mit Ihrem Partner gemütlich. F ische (20.02.-20.03.) Eine vorwiegend angenehme Zeit liegt vor Ih- nen. Sie verbringen fröhliche Stunden mit netten Leuten und sind auch im Berufsleben recht kreativ. W idder (21.03.-20.04.) Sie wissen genau, was Sie wollen, und mit Un- terstützung der Sterne wer- den Sie manches schneller schaffen, als in Ihren kühnsten Träumen gedacht. S tier (21.04.-20.05.) Sie haben Ihr Ziel mit großem Vorsprung erreicht und sind doch nicht zufrieden: Ist Ihnen der Erfolg viel zu leicht in den Schoß gefallen? Z willinge (21.05.-21.06.) Zeigen Sie Geduld und Toleranz: Sie sind derzeit unerlässlich, damit die Harmo- nie im zwischenmenschlichen Bereich nicht gestört wird. K rebs (22.06.-22.07.) Setzen Sie sich nicht schon wieder unter Druck: Schnelligkeit ist nicht alles, Beharrlichkeit zahlt sich dage- gen schon bald aus. L öwe (23.07.-23.08.) Lassen Sie sich nicht verunsichern: Folgen Sie Ihrem Instinkt und nicht den scheinbar klugen Ratschlägen selbsternannter Experten. J ungfrau (24.08.-23.09.) Ihre Partnerschaft ist leider etwas zu kurz ge- kommen. Das Wochenende kommt gerade recht, um sich ausgiebig Herzensangelegen- heiten zu widmen. W aage (24.09.-23.10.) Zeigen Sie Ihre Flexi- bilität. Ihnen fällt es leicht, sich veränderten Situationen anzu- passen. Helfen Sie jenen, de- nen das nicht so gut gelingt. S korpion (24.10.-22.11.) Gemeinsam mit anderen haben Sie Ihre Auf- gaben erledigt, sodass Sie Freizeit haben. Die sollten Sie aber nicht wieder mit neuer Arbeit füllen. S chütze (23.11.-21.12.) Im Kollegenkreis gibt es Unruhe wegen deutlicher Cliquenwirtschaft! Den Geg- nern sollten Sie schnell den Wind aus den Segeln neh- men. Die Horoskop-Ecke
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