Niddatal 7/2026 August 2026

3 auf der Terrasse – manchmal braucht es gar keinen Flug in den Süden. Vielleicht hilft uns dieser Som- mer dabei, eines zu lernen: weniger über das Wetter zu schimpfen und stattdessen den Alltag ein wenig klüger daran anzupassen. Denn das Thermometer wird sich von unserem Gemecker vermut- tigter Sorge und täglichem Weltuntergang liegt aber noch etwas anderes: das ganz nor- male Leben. Und ja – auch ich muss an dieser Stelle ein persönliches Schicksal beklagen. Als lei- denschaftlicher Golfspieler lei- de ich natürlich ganz beson- ders. Ausgedörrte Fairways, mitgenommene Grüns und Bälle, die plötzlich springen wie Flummis. Ein tragisches Einzelschicksal, das in der Rangliste der weltweiten Pro- bleme vermutlich direkt hinter der Weltwirtschaft und knapp vor dem Wetterbericht steht. Ironie aus. Wer seinen Urlaub in diesem Jahr zu Hause verbringt, darf sich dagegen fast wie am Mittelmeer fühlen. Ein schat- tiger Garten, ein Sprung ins Freibad oder an den Badesee und ein langer Sommerabend Es ist heiß. Na und? lich genauso wenig beeindru- cken lassen wie die Sonne. In diesem Sinne: Genießen Sie die sonnigen Seiten des Sommers – mit ausreichend Wasser, etwas Schatten und einer gehörigen Portion Ge- lassenheit. Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihr Monatsjournal mittags eine Pause und lebt dafür länger in den angenehm warmen Abendstunden. Nie- mand käme dort auf die Idee, mittags den Asphalt zu be- wundern oder um 14 Uhr den Garten umzugraben. Hierzu- lande würde vermutlich schon die nächste Grundsatzdebat- te beginnen, weil die Kinder dann erst um 23 Uhr ins Bett kämen. Stattdessen lesen wir jeden Sommer dieselben Ratgeber: ausreichend trinken, leichte Kleidung tragen, direkte Son- ne meiden. Erstaunlich – jedes Jahr werden diese Erkenntnis- se verkauft, als hätte sie gera- de jemand neu erfunden. Natürlich löst all das den Kli- mawandel nicht. Die Heraus- forderungen bleiben, und wir werden lernen müssen, mit häufigeren Hitzeperioden um- zugehen. Zwischen berech- Fortsetzung von Seite 1 ... nennen sollen. Das hätte gleich nach Dolce Vita statt Dienstverweigerung geklun- gen. Überhaupt benehmen wir uns manchmal merkwürdig. Mittags, wenn die Sonne gna- denlos vom Himmel brennt, laufen wir geschniegelt durch die Innenstädte, erledigen Einkäufe oder mähen noch schnell den Rasen. Kaum sinken die Temperaturen am Abend auf angenehme 23 Grad, verschwinden wir wieder ins Wohnzimmer – schließlich beginnt die Prime- time. Vielleicht machen wir einfach das Falsche zur falschen Zeit. In südlichen Ländern gehört es seit Generationen zum Alltag, den Tagesablauf an die Hitze anzupassen. Man arbeitet früher, gönnt sich Weedgasse 20 61197 Florstadt info@lenz-dach.de www.lenz-dach.de 01575 5671200 Alles rund ums Dach Golfplatz Altenstadt GmbH & Co. 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Ilbenstädter Landfrauen Zur Mohnblüte ins Frau-Holle-Land Tagesausflug führte die Landfrauen nach Nordhessen in die Mohndörfer Granden- born und Germerode Der Sommertagesausflug der Ilbenstädter Landfrauen führte gemeinsam mit Gästen aus Bruchenbrücken in das „Frau-Holle-Land“ nach Nord- hessen. Ziel war der Geo- Naturpark Hoher Meißner mit den bekannten Mohndörfern Grandenborn und Germero- de. Nach der Anreise mit demBus wurde die Gruppe am Dorf- teich und an der Gaststätte „Der Teichhof“ von Antonia Jacob begrüßt. Im Dorfge- meinschaftshaus erhielten die Teilnehmenden zunächst bei einem Film interessante Ein- blicke in den Anbau und die vielseitige Verwendung von Mohn – sowohl als Lebens- mittel als auch für medizini- sche Zwecke. Anschließend ging es mit dem Planwagen zu den weitläufi- gen Mohnfeldern. Von Anfang Juni bis Mitte Juli verwandeln sich die Felder rund um Gran- denborn und Germerode in ein farbenprächtiges Blüten- meer aus violetten, pinkfarbe- nen, weißen und roten Blüten. Einige der Felder konnten auf ausgewiesenen Wegen betreten werden. Besonders beliebt war ein aufgestelltes Bett mitten im Mohnfeld, das zu einem außergewöhnlichen Fotomotiv einlud. Während der Führung erfuh- ren die Teilnehmenden außer- dem Wissenswertes über den Mohnanbau. So müssen die Anbauer Saatgut und Erträge genau dokumentieren. Da die Blütezeit nur kurz ist, müssen die Samenkapseln zügig ge- erntet und anschließend an eine Genossenschaft geliefert werden. Nach der Rückkehr waren im Restaurant „Der Teichhof“ Plätze zumMittagessen reser- viert. Die angebotenen Spei- sen waren mit Mohn verfei- nert. Außerdem erhielten die Landfrauen Einblicke in den Familienbetrieb, der heute von Antonia Jacob und Tim Linho- se in sechster Generation ge- führt wird. Zum Betrieb gehört auch eine eigene Metzgerei mit Schlachtung und Verkauf. Auf der Heimreise legte die Reisegruppe noch einen Zwi- schenstopp im Kurpark von Bad Sooden-Allendorf zu einer Kaffeepause ein. Mit zahlrei- chen Eindrü- cken kehrten die Teilneh- menden nach Ilbenstadt zu- rück. Ein besonde- rer Dank galt Rosi Groß für die Organi- sation sowie Siggi Pfann- müller von der Firma Pfann- müller für die sichere Fahrt. Anzeigeninfos Telefon 06187 9946-199 WhatsApp 0170 4011871 redaktion@monatsjournal.de

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