Wöllstadt 4/2026 Mai 2026
Wartweg 1 61206 Wöllstadt • Erd-, Feuer-, See- und Waldbestattungen • Überführungen • Übernahme aller Formalitäten • Gesamtorganisation • Bestattungsvorsorge GEMEINSAM DEN LETZTEN WEG BEGLEITEN kontakt@bestattungshaus-heller.de www.bestattungshaus-heller.de IHR BESTATTER IN DER REGION Mobil 0157 73639246 Tel. 06034 / 9397105 TAG & NACHT FÜR SIE ERREICHBAR 2 Und die anderen drumher- um? Feige wie Vampire vor Knob- lauch – oder einfach klug ge- nug, sich rauszuhalten? Fall 3: „10 Minuten“ – inter- nationale Verständigung auf Busniveau Bushaltestelle. Ein Mann stellt dem Busfahrer eine Frage in einer Sprache, die dieser nicht versteht. Oder nicht verstehen will. Der Busfahrer winkt ab. Klassiker. Ich mische mich ein, über- setze grob die Situation („Er will wissen, wann oder wohin“) – der Busfah- rer knurrt „10 Minuten“. Ich tippe die Uhrzeit ins Han- dy, zeige sie dem Mann. Er lächelt. Sagt „Danke“. Kleine Szene. Kein Applaus. Kein Heldencape. Aber: War das Zivilcourage? Die große Frage: Muss es erst knallen? Viele denken bei Zivilcou- rage sofort an dramatische Situationen: Gefahr, Ge- walt, heldenhafte Eingriffe. Aber wenn das die Messlat- te ist, dann verbringen die meisten von uns ihr Leben komplett ohne Zivilcourage – und mit sehr vielen lauten Zugabteilen. Vielleicht ist Zivilcourage viel banaler. Unbequemer. Und vor allem: weniger glamou- rös. Zwischen Mut und Mund halten Natürlich: Niemand sollte verurteilt werden, der sich aus Angst nicht einmischt. Manchmal ist es klüger, Hilfe zu holen, andere anzuspre- Fortsetzung von Seite 1 ... Fall 1: Der DJ im Regional- express Stellen Sie sich vor: Ein jun- ger Mann sitzt im gut gefüll- ten Zugabteil, beschallt uns alle mit seiner Musik und hat seine Füße dekorativ auf der gegenüberliegenden Bank platziert – vermutlich ein avantgardistisches Statement gegen Sitzordnung. Ich bitte ihn freundlich, das zu lassen. Was bin ich jetzt? • Neidisch, weil ich mich ins- geheim auch gern so be- nehmen würde? • Zickig, weil ich „Anstand“ sage wie meine Oma? • Oder der heimliche Held des Abteils, auf den alle gewartet haben, sich aber keiner traute? Und viel wichtiger: War das schon Zivilcourage – oder nur eine leicht gereizte Service- leistung für die Allgemeinheit? Fall 2: Die Mutter, das Kind und das Riesenkissen des Lebens Freizeitpark. Sonne. Zucker- watte. Und ein ungefähr fünf- jähriges Kind, das einfach nur weiter auf einem Riesenkis- sen hüpfen möchte – offenbar das Zentrum seines Univer- sums. Die Mutter sieht das anders. Von sanfter Überredung über Gummibärchen-Diplomatie bis hin zum körperlichen Ab- transport ist alles dabei. Beim finalen „Runterzerren“ mische ich mich ein. Erzähle von meiner eigenen Erfah- rung: dass Kinder manchmal einfach glücklich sind, wenn sie genau eine Sache den ganzen Tag machen dürfen. Die Mutter zögert. Dann lä- chelt sie. Wir sprechen kurz. Die Situation entspannt sich. War das Zivilcourage? Oder einfach nur ein Gespräch unter erschöpf- ten Erwachse- nen? Gefahr für Leib und Leben? Eher gering. Gefahr für den Familienfrieden? Durchaus vor- handen. Gefahr für mein eigenes Wohl- befinden, wäh- rend alle an- deren starren? Enorm. chen oder Abstand zu hal- ten. Aber wenn wir jede Situation erst vollständig analysieren, Risiken abwägen und eine innere PowerPoint-Präsen- tation starten… …dann passiert meistens genau nichts. Und genau da liegt das Problem. Die geheime Zutat: Eine Prise Wut Wenn ich ehrlich bin, tref- fe ich solche Entschei- dungen selten rational. Es ist eher eine Mischung aus: • Bauchgefühl • einem Rest Vernunft • und dieser kleinen, auf- steigenden Wut, die sagt: „Jetzt reicht’s aber.“ Vielleicht ist das der Punkt: Zivilcourage beginnt nicht bei heldenhaftem Mut – sondern bei einer gesunden Portion innerem „Das geht so nicht“. Fazit (leicht unbequem) Vielleicht sollten wir uns nicht ständig fragen: „Ist das jetzt schon Zivilcou- rage?“ Sondern eher: „Ist es richtig, jetzt etwas zu sagen?“ Und wenn die Antwort ja ist – dann sagen wir halt etwas. Auch auf die Gefahr hin, kurz die Zicke, der Besserwis- ser oder der unangenehme Mensch im Raum zu sein. Denn ganz ehrlich: Ein bisschen mehr Einmi- schung würde unserem All- tag oft ganz gut tun. In diesem Sinne: Trauen Sie sich ruhig – not- falls auch ohne Heldenpose. Ihr Monatsjournal Mut zur Einmischung Oder: Wann genau bin ich eigentlich die Nervensäge des Abteils? Assenheim uto eifen- S ervice Autoreifen (neu und gebraucht) Kfz-Reparatur (alle Fabrikate) Inspektionen • Auspuff Stossdämpfer • Kfz-Vermittlung TÜV + AU Fahrzeugaufbereitung Radio- und Mobilfunkeinbau Kfz-Meisterbetrieb Mo - Fr 8.00 - 18.00 Sa 8.00 - 14.00 Termine nach Vereinbarung Tel. 0 60 34-93 93 63 • Fax 0 60 34 - 93 94 34 Zuseweg 4 Niddatal / Assenheim ÇSahin ÇELIK Benzin-Rasenmäher RM 448 V Starke Mähleistung, viel Komfort: Mit dem radange- triebenen Rasenmäher mähen Sie Rasenflächen bis 1.200 m² zügig und leicht. PERFEKTER RASEN. MIT STIHL. ƒ AKTION statt 749 € UVP 699 € Wir beraten Sie gerne. Tel.: 06187/25196 Fax: 06187/27337 O rgasse 6c 61194 Niddatal/Kaichen E-Mail: fgs-schmidberger@t-online.de FGS SCHMIDBERGER FORST- UND GARTENGERÄTE Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 9 - 12 und 15 - 18.30 Uhr, Sa. von 9 - 13 Uhr, Mo. ist Ruhetag. 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Für die musikalische Un- terhaltung sorgt die Kapelle Eschbaranka aus Laubu- seschbach. Die Haxenaus- gabe beginnt ab 19:45 Uhr, solange der Vorrat reicht. Am Donnerstag, 14. Mai, folgt ab 11:00 Uhr der „Fa- milientag“ mit Frühschop- pen. Neben herzhaften Speisen sowie Kaffee und Kuchen wird auch ein An- gebot für Kinder mit Hüpf- burg bereitgestellt. Anzeige aufgeben – Informationen unter: Telefon 06187 9946-199 · WhatsApp 0170 4011871 redaktion@monatsjournal.de
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