Niddatal 7/2026 August 2026
5 M erkur zeigt sich nur in der ersten August- hälfte am Mor- genhimmel und bietet die bes- te Beobachtungsmöglichkeit des Monats. Am 2. August erreicht er seinen größten Ab- stand von der Sonne und ist dadurch leichter zu entdecken. Seine Sichtbarkeit verbessert sich zunächst, bevor er sich gegen Monatsmitte wieder der Sonne nähert. Ein beson- ders schöner Anblick bietet sich am 11. August, wenn sich die schmale Mondsichel dicht zu Merkur gesellt. Am 15. Au- gust begegnet Merkur dem deutlich größeren Jupiter am Morgenhimmel. Danach ver- schwindet der sonnennächs- te Planet allmählich aus dem Blickfeld und steht am 27. August von der Erde aus ge- sehen hinter der Sonne. V enus ist im Au- gust noch als heller Abend- stern zu sehen. Am 15. August erreicht sie ihren größten scheinbaren Abstand von der Sonne. Trotz- dem wird ihre Beobachtung im Laufe des Monats schwie- riger, weil sie jeden Abend frü- her untergeht. Am 16. August steht die zunehmende Mond- sichel in ihrer Nähe und sorgt für einen besonders schönen Himmelsanblick. M ars ist wei- terhin am Mor- genhimmel zu b e o b a c h t e n . Am 12. August wechselt der rote Planet vom Sternbild Stier in die Zwillinge. Im Laufe des Monats geht er immer früher auf und verbessert dadurch seine Sichtbarkeit. Am 9. Au- gust zieht der abnehmende Mond nördlich an Mars vorbei und bildet gemeinsam mit ihm einen auffälligen Anblick am Morgenhimmel. J upiter kehrt nach seiner Stel- lung hinter der Sonne langsam an den Morgen- himmel zurück. Ab der Monats- mitte kann er in der Morgendämmerung knapp über dem Nordosthori- zont entdeckt werden. Mit je- dem Tag geht der größte Pla- net unseres Sonnensystems etwas früher auf und wird da- durch leichter sichtbar. S aturn ist be- reits am späten Abend zu sehen und verbessert seine Beobachtungsbedin- gungen im Laufe des Monats deutlich. Er nähert sich seiner Opposition, also der Zeit, in der er der Erde besonders nahe steht und fast die ganze Nacht sichtbar ist. In der Nacht vom 3. auf den 4. August steht der abnehmende Halbmond in seiner Nähe. Eine weitere Begegnung mit dem Mond folgt in der Nacht vom 30. auf den 31. August. Damit gehört Saturn im August zu den auf- fälligsten Planeten am Nacht- himmel. U ranus kann am Morgenhim- mel beobachtet werden, benö- tigt dafür jedoch ein gutes Fernglas oder ein Teleskop. Er wandert langsam durch das Sternbild Stier und scheint sich zum Monatsende kaum noch zu bewegen. Da Uranus immer früher aufgeht, verlän- gert sich die Beobachtungs- zeit im Laufe des Augusts. N eptun ist ebenfalls in den Nachtstunden zu beobachten und geht im Laufe des Monats immer früher auf. Er bewegt sich durch das Sternbild Fi- sche und nähert sich langsam seiner besten Sichtbarkeit. Am 30. August steht der fast volle Mond in seiner Nähe. Durch das helle Mondlicht ist der lichtschwache Planet aller- dings nur schwer zu erkennen. Die Ecke für Sterngucker Planetenstellungen und Mondphasen für August N eumond 12. August 11. September E rstes V iertel 20. August 18. September Mondphasen V ollmond 29. Juli 28. August L etztes V iertel 6. August 4. September Beobachtungstipp im August Zwei Finsternisse am Himmel erleben Partielle Sonnenfinsternis am 12. August und partielle Mondfinsternis am 28. Au- gust sind auch im Wetteraukreis zu beobachten. Der August 2026 hält für Him- m e l s f r e u n d e gleich zwei au- ßergewöhnliche Himmelsereig- nisse bereit. Am Mittwoch, 12. August, ist die weltweit totale Sonnenfinsternis im Wetteraukreis als partielle Sonnenfinster- nis zu beobachten. Wenige Wochen später folgt am Frei- tag, 28. August, eine partielle Mondfinsternis. Beide Ereig- nisse sind – gutes Wetter vor- ausgesetzt – auch bei uns gut sichtbar. Die partielle Sonnenfinsternis beginnt in der Region gegen 19:20 Uhr. Ihr Maximum wird gegen 20:13 Uhr erreicht, wenn der Mond einen großen Teil der Sonnenscheibe ver- deckt. Kurz vor Sonnenunter- gang endet das Naturschau- spiel gegen 21:00 Uhr. Eine Sonnenfinsternis ent- steht, wenn sich der Mond genau zwischen Sonne und Erde schiebt. Sein Schatten fällt dabei auf die Erde und verdeckt die Sonne ganz oder teilweise. Nur in einem schmalen Streifen der Erde ist die Finsternis vollständig zu sehen. Wichtig: Eine Sonnenfinster- nis darf niemals mit bloßem Auge beobachtet werden. Zum Schutz der Augen sind ausschließlich spezielle Son- nenfinsternisbrillen oder ge- eignete astronomische Son- nenfilter zu verwenden. Anders verhält es sich bei ei- ner Mondfinsternis. Hier steht die Erde zwischen Sonne und Mond. Der Mond wandert da- bei durch den Schatten der Erde und wird teilweise oder vollständig verdunkelt. Am 28. August handelt es sich um eine partielle Mond- finsternis. Sie be- ginnt gegen 02:30 Uhr in der Nacht und erreicht ihren Höhepunkt gegen 03:53 Uhr, wenn ein Teil des Mondes im Kernschatten der Erde liegt. Gegen 05:15 Uhr endet das Ereignis wieder. Im Gegensatz zur Sonnenfinsternis kann eine Mondfinsternis völlig gefahr- los mit bloßem Auge beob- achtet werden. Besonders eindrucksvoll ist dabei zu sehen, wie sich der Erdschat- ten langsam über die Mond- oberfläche bewegt. Mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop lassen sich dabei noch mehr Details erkennen. Die beiden Finsternisse zäh- len zu den astronomischen Höhepunkten des Jahres 2026. Dass innerhalb weniger Wochen sowohl eine Sonnen- als auch eine Mondfinsternis beobachtet werden können, macht den August zu einem besonders interessanten Mo- nat für alle, die sich für den Sternenhimmel begeistern. Sternschnuppennächte im August Die Perseïden sorgen Mitte August für das eindrucksvollste Sternschnuppen- schauspiel des Jahres. Der August gilt als der Stern- schnuppenmo- nat schlechthin. Verantwortlich dafür sind die Perseïden, einer der bekanntes- ten und aktivsten Me t e o r s t r öme des Jahres. Ihr Höhepunkt wird in der Nacht von Mittwoch, 12. August, auf Donnerstag, 13. August erwar- tet und bietet beste Vorausset- zungen für eine eindrucksvolle Himmelsbeobachtung. In diesem Jahr fällt das Maxi- mum mit dem Neumond am 12. August zusammen. Da- durch bleibt der Nachthimmel besonders dunkel, sodass auch lichtschwächere Stern- schnuppen gut zu erkennen sind. Unter günstigen Bedin- gungen können während des Höhepunkts bis zu 100 Me- teore pro Stunde beobachtet werden. Die Perseïden entstehen, wenn die Erde die Staubspur des Kometen 109P/Swift- Tuttle durchquert. Die win- zigen Staubteilchen dringen mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Kilometern pro Se- kunde in die Erdatmosphäre ein. Durch die Reibung erhit- zen sie sich und verglühen – als leuchtende Sternschnup- pen am Nachthimmel. Besonders eindrucksvoll sind die sogenannten Feuerkugeln oder Boliden. Dabei handelt es sich um außergewöhnlich hel- le Meteore, die den Himmel für wenige Sekunden erleuchten und gelegentlich sogar Schatten werfen können. Ihren Namen verdan- ken die Perseïden dem Sternbild Perseus, aus dessen Richtung die Sternschnuppen schein- bar kommen. Wer das Naturschauspiel beobachten möchte, sollte einen möglichst dunklen Ort fernab von Stra- ßenlaternen und Städten wählen. Nach etwa 20 bis 30 Minuten haben sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt, sodass immer mehr Stern- schnuppen sichtbar werden. Ein Fernglas oder Teleskop wird nicht benötigt – das bloße Auge bietet den besten Über- blick über den Himmel. Die Perseïden können noch bis 24. August beobachtet werden. Die größte Zahl an Sternschnuppen ist jedoch in den Stunden nach Mitternacht bis zum Beginn der Morgen- dämmerung zu erwarten.
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MTIwNTY1